Lesung Max Czollek im Schloss Ritzebüttel
Alles auf Anfang - Lesung und Gespräch mit Max Czollek im Schloss Ritzebüttel
Auf der Suche nach einer neuen Erinnerungskultur
Cuxhaven, 22. April 2026. Wie kann eine neue, plurale Erinnerungskultur aussehen? Und wie können wir echtes, kritisches Gedenken fördern? Am 27. Mai lädt der Landkreis Cuxhaven, mit freundlicher Unterstützung der Stadt Cuxhaven, zu einer Lesung mit Gespräch über diese und weitere Fragen ins Schloss Ritzebüttel ein. Der renommierte Autor und Politikwissenschaftler Max Czollek verhandelt grundlegende Aspekte des Kulturverständnisses in Deutschland und hinterfragt eingefahrene Perspektiven auf Gedenkkultur. Mit scharfem Blick und literarischer Klarheit plädiert Czollek für einen Neuanfang im Denken - kritisch, reflektiert und überraschend zugänglich. Eine Lesung, die zum Mitdenken und Mitdiskutieren anregt.
Der Abend wird moderiert von Friedhelm Ottens, Erster Kreisrat des Landkreises Cuxhaven. Die Veranstaltung dauert ca. 90 Minuten. Anschließend gibt es die Möglichkeit, die Gespräche bei einem Getränk in geselliger Runde fortzuführen.
Über das Buch
Deutschland versteht sich als Erinnerungs- und Aufarbeitungsweltmeister. Aber wie kommt es dann, dass »Nie wieder ist jetzt« zu einer Phrase verkommt?
Max Czollek und Hadija Haruna-Oelker meinen, dass das auch an einer gescheiterten deutschen Erinnerungskultur liegt. In ihrem Buch „Alles auf Anfang“ denken sie über eine neue Praxis nach, die die Gegenwart so einrichtet, dass sich die Vergangenheit nicht wiederholt.
Eine scharfsinnige und streitbare Analyse zum gesellschaftlichen Rechtsruck von zwei wichtigen intellektuellen Stimmen unserer Gegenwart. Ein Buch voller Witz, Trauer, Widerstand und mit der Energie, alles auf Anfang zu setzen.
Termin, Ort und Eintritt
Mittwoch, 27. Mai 2026 | 18:30 Uhr
Schloss Ritzebüttel, Schlossgarten 8, 27472 Cuxhaven
Eintritt frei
Einlass ab 18 Uhr
Max Czollek
Max Czollek, geboren 1987 in Berlin, lebt ebenda. Studium Politikwissenschaften, FU Berlin sowie Promotion am Zentrum für Antisemitismusforschung, TU Berlin. Mitglied des Lyrikkollektivs G13 und Mitherausgeber des Magazins »Jalta – Positionen zur jüdischen Gegenwart«. Gemeinsam mit Sasha Marianna Salzmann Initiator von »Desintegration. Ein Kongress zeitgenössischer jüdischer Positionen« (2016), der »Radikalen Jüdischen Kulturtage« (2017) am Maxim Gorki Theater Berlin, Studio ? sowie der internationalen »Tage der Jüdisch-Muslimischen Leitkultur« 2020. Außerdem ist er zusammen mit Hadija Haruna-Oelker Host des Erinnerungspodcasts »Trauer & Turnschuh«. Das Essay »Desintegriert Euch!« erschien 2018, »Gegenwartsbewältigung« 2020, »Versöhnungstheater« 2023. Die Gedichtbände »Druckkammern« (2012) und »Jubeljahre« (2015), »Grenzwerte« (2019) sowie »Gute Enden« (2024) erscheinen im Verlagshaus Berlin. Über die sozialen Medien und Literatur nimmt Max Czollek aktiv an gesellschaftlichen Debatten über jüdische Gegenwart, Erinnerungskultur und Rassismus teil und prägt diese maßgeblich.
Kontakt
Janna-Marie Berkmann, Fachbereichsleitung Kultur & Ehrenamt beim Landkreis Cuxhaven
Tel: +49 4721 66-2005
j.berkmann@landkreis-cuxhaven.de
www.landkreis-cuxhaven.de/Themenbereiche/Kultur/
Hintergrund
Der Landkreis Cuxhaven setzt im Jahr 2026 sein Engagement für die Erinnerungskultur & Demokratieförderung fort. Im zweiten Themenjahr liegt der inhaltliche Schwerpunkt auf den Themen Flucht und Vertreibung. Die Lesung „Alles auf Anfang“ mit Max Czollek reiht sich in eine Serie vielschichtiger und gesellschaftlich relevanter Veranstaltungen ein, die an verschiedenen Orten des Landkreises präsentiert werden.
Rubrik: Politik
Anbieter: Landkreis Cuxhaven - Bereich Kultur & Ehrenamt
Kosten: Kostenloses Angebot
- 27.05.2026 | 18:30 Uhr | Schloss Ritzebüttel
Anmeldung und weitere Informationen bei:
Landkreis Cuxhaven - Bereich Kultur & Ehrenamt
Der Fachbereich Kultur & Ehrenamt des Landkreises Cuxhaven übernimmt eine zentrale Rolle in der Förderung, Entwicklung und Vermittlung kultureller Angebote und Projekte und fördert das ehrenamtliche Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger. Durch seine Arbeit stärkt er die kulturelle Identität der Region, schafft Raum für Begegnungen und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger.
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